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Die häufigsten Fehler bei Lagerung in Regalen

Regale sind Betriebseinrichtungen, die praktisch in jedem gewerblichen Unternehmen vorhanden und so selbstverständlich sind, dass ihre Funktion als natürlich wahrgenommen wird, ihre Ursache für Erkrankungen oder Verletzungen jedoch weniger. 

Ein Gastbeitrag von regal-pruefung.eu.

Dabei ist es meist nicht das Regal selbst, das in seiner Struktur den Anforderungen angepasst ist, sondern einerseits die umgebende technische Infrastruktur und andrerseits der organisatorische Aufbau beziehungsweise das Lagermanagement, das Fehler bezüglich der Arbeitssicherheit beinhalten kann.

Arbeitssicherheit bedeutet nicht nur Schutz vor Verletzungen

Moderne Lager sind schon lange nicht mehr die verstaubten, langweiligen Orte eines Unternehmens, in dem durch sogenannte Lagerleichen viel Kapital gebunden wird, das an anderer Stelle dringend benötigt wird. Heute stellen die Lager und die in Ihnen vorhandenen Regale den zentralen Umschlagplatz für Güter und Waren dar, in dem Wareneingang, Lagerung und Versand gebündelt sind. Nicht wenige Unternehmen schreiben aufgrund einer fortschrittlichen Lagertechnik in diesem Bereich schwarze Zahlen, während etwa die Produktion hinterhinkt. Das bedeutet aber auch für Lagermitarbeiter eine sehr hohe Arbeitsauslastung. Große Handels- und Produktionsunternehmen betreiben heute ihre Lager im 24-Stunden-Betrieb an 7 Tagen in der Woche. Der Lagerist, der alle zwei Stunden ein Werkstück oder anderes Material herausgibt, ist ein Bild, das der Vergangenheit angehört. Heutige Lager sind durch effizienzorientierte Segmente unterteilt, wobei eine entsprechende Lagersoftware hilfreich ist, aber auch eine Belastung für die Mitarbeiter darstellen kann.

Chaotische Lagerhaltung, effizient und belastend

Erst der Computer machte eine Lagerhaltung möglich, die vorher nicht durchführbar war. Das chaotische Lagerprinzip, das darauf beruht, das die Lagerplätze in der Lagersoftware des Rechners mit bestimmten Parametern hinterlegt sind und der Computer die Lagerplatzvergabe für ein- und auszulagerndes Material vornimmt. Während früher Lagerfachkarten und feste Lagerplätze das Lagerbild bestimmten, werden heute alle vorhandenen Lagerplätze optimal durch Computerunterstützung genutzt. Dies bedeutet aber auch in der Kommissionierung und der Einlagerung für die Lagermitarbeiter oft lange Wege zwischen den Regalgängen mit meist Zehntausenden Lagerplätzen.

Während bei größeren Teilen Palettenlager und entsprechende Kommissioniergeräte zum Einsatz kommen, sind es bei Kleinteilen nicht selten mehrstöckige Regalanlagen, in denen per pedes kommissioniert und eingelagert wird. Üblicherweise sind derartige Regalanlagen mit Gitterböden ausgestattet, die für die in Sicherheitsschuhen steckenden Füße der Mitarbeiter eine Dauerbelastung darstellen. Nicht umsonst zählen zu den häufigen Erkrankungen in diesem Bereich Knöchelverletzungen, Kniegelenkabnutzung oder die Ausbildung eines sogenannten Fersenbeins. In einer 8-Stunden-Schicht legen Lagermitarbeiter durchaus Strecken von 25 Kilometern und mehr zu Fuß zurück, allerdings nicht in optimal angepassten Sportschuhen, sondern in schweren Arbeitsschuhen mit Zehenschutz und steifem Leder.

Rein bezogen auf den Arbeitsschutz bezüglich der Vorgaben durch die Berufsgenossenschaften sind durch die Bereitstellung von persönlichen Schutzausrüstungen wie Sicherheitsschuhen sowie Sicherheitsmaßnahmen innerhalb der Regalanlage alle Voraussetzungen erfolgt, die den Betrieb des Lagers erlauben. Das Lagerprinzip „Mann zur Ware“ birgt aber das Risiko von Dauererkrankungen bis hin zu chronischen Ausbildungen bestimmter Verletzungsarten, etwa der Abnutzung der Knorpelschicht in Kniegelenken. Im Bereich der Kleinteile-Lagerung stellt hier ein automatisches Lager, bei dem Waren und Güter über Förderanlagen zum Kommissionierer gebracht werden, die bessere Lösung dar. Der Lagermitarbeiter, nach dem Prinzip Ware zum Mann, ruft über den Terminal den Lagerplatz auf und lässt sich den betreffenden Lagerbehälter zuführen. Die körperliche Belastung wird dadurch erheblich reduziert. Je nach Art des automatischen Lagers kann dies noch weitere Schutzfunktionen beinhalten wie etwa einen verbesserten Brandschutz durch die Absenkung des Sauerstoffanteils in der geschlossenen Anlage.

Heben, bis der Arzt kommt

Obwohl die Berufsgenossenschaften recht genaue Grenzwerte für die Belastung durch Heben und Tragen vorgeben, sind es oft die Mitarbeiter selbst in Regallagern, die sich über diese Grenzwerte hinwegsetzen und aus Gründen der Arbeitseffizienz oft Lasten bewegen, die eigentlich mit einem entsprechenden Hebegerät zu bewegen sind. Dies müsste aber unter Umständen erst geholt werden und diese zwei Minuten werden eingespart. Dafür kann es sein, dass der betreffende Mitarbeiter später für Wochen und Monate aufgrund des berühmten Hexenschusses ausfällt. Verletzungen der Rückenmuskulatur durch Überlastung zählen zu den häufigsten Arbeitserkrankungen, wobei gerade Lagermitarbeiter überdurchschnittlich betroffen sind. Wiederum sind die Vorgaben der Berufsgenossenschaften und die Ergebnisse der Analyse zur Arbeitsplatzgefährdung durch den Unternehmer eingehalten worden, inklusive der entsprechend Unterweisung der Mitarbeiter bezüglich Heben und Tragen, sind entsprechende Krankheitsfälle trotzdem keine Seltenheit.

Dem falsch verstanden Stolz der Mitarbeiter ist nur schwer beizukommen. Weitere Unterweisungen und eindringliche Appelle können helfen, wie auch eine Änderung der Parameter in der Lagersoftware. So könnten beispielsweise gestaffelte Gewichtsgrenzen für die Lagerfachböden der Regalanlage eingeführt werden, die die Einlagerung schwerer Güter nur noch im unteren Bereich erlaubt. Das verringert nicht nur die Gefahr der Verletzung durch unangebrachtes Heben, sondern auch das Verletzungsrisiko bei herabfallenden Lagergütern. Zusätzlich können weitere, in der Nähe der Regalanlage positionierte Hebe- und Transportgeräte die Mitarbeiter motivieren, diese auch zu verwenden.

Fachkräfte sind wertvoll

Logistikmitarbeiter sind langjährig ausgebildete Fachkräfte, die für das Unternehmen, in dem sie tätig sind, eine entsprechende Wertschöpfung erzeugen. Kranke und verletzte Mitarbeiter stellen hingegen eine Belastung dar, durch die fehlende Arbeitskraft und natürlich durch die Kosten, die hierbei entstehen. Dem kann durch eine entsprechende fachliche Beratung vorgebeugt werden. Kompetente Ansprechpartner, wie sie beispielsweise unter regal-pruefung.eu zu finden sind, helfen Unternehmern im Vorfeld der Einrichtung von Regallagern oder auch im laufenden Betrieb, die oben angeführten und weitere Fehler beziehungsweise Missstände einzustellen oder besser gleich zu verhindern.

 

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